Freitag, 6. November 2009

Vornehm - euphemistisch oder nur blöd?

Mitunter fährt frau U-Bahn, Straßenbahn, Bus oder so - mit Öffis halt.
Will sie nun nicht als neugieriges altes Weib gelten, weil sie alle Menschen und Vorfälle rund um sie herum beobachtet, muss sie sich anderweitig nach Zerstreuung umsehen.
Eigens - wie dazu geschaffen- hängt zwischen je zwei gegenüberliegenden Zweiersitzen das Blatt V O R ( Hochglanzumschlag) , das gelesen werden MUSS, wie ich seit gestern weiß.

Zwischen Ankündigungen neuer Kulturereignisse - z.B. Ausstellung " Gender Chek" im MUMOK von 13, 11. bis 14. 2 ) der PR - Artikel für ein neues ABSOLUT BIOLOGISCH NATÜRLICHES Magen - und Darmmittel.

In wundersamen Worten werden die Wirkungswunder beschrieben - auch dieses: sie sorgen für unser Magen - und Darmwohl , nimmt man sie ein. U a bewirken sie, dass gestörte Verdauungsbewegungen wieder in Gang gebracht werden .


Nachdenkliches Stirnrunzeln ...

dann das AHAerlebnis: furzen kannst, wennst zu ungesund in dich hineingemampft hast....

ja, ja: Bewegung ist überall wichtig ..... auch Luft ablassen ....

Mittwoch, 4. November 2009

Leselust - manchmal Wertefrust - Tisma " Kapo"

mit großer Erschütterung las ich jetzt den Roman von Aleksandar Tisma " Kapo"

http://www.hanser-literaturverlage.de/buecher/buch.html?isbn=978-3-446-19134-1

Inhaltsplot



Vilko Lamian, der verfolgte Jude, schlägt sich als Kapo auf die Seite der Unterdrücker. Nach dem Krieg wird er seine Ängste und Obsessionen nicht mehr los. Vor allem verfolgt ihn das Bild einer Frau, Helena Lifka, deren Notsituation im Lager er ausnutzte, um sie sich sexuell gefügig zu machen. Tisma zeigt uns die Innenansicht des Täters, der zum Mörder wurde, weil er überleben wollte. Der erschütterndste und eindringlichste von Tismas Holocaust-Romanen.



Lamian, der Kapo Furfa, überlebte Auschwitz für ein Leben, das ihm keines mehr wurde.
Er lebt in ständiger Angst, eines seiner Opfer könnte ihn erkennen, denn er misshandelte seine Leidensgenossen zwar, um zu überleben, ist sich als Intelektueller aber immer dessen bewusst, dass er durchaus seine ( dürftigen) Machtgefühle genoss.

Und - war er, den seine unorthodoxen Judeneltern christlich taufen ließen, trotzdem als Kind und Jugendlicher in seiner jüdischen Umgebung ein Außenseiter,blieb er im Rassenwahn der Nazis Jude. mit allen Folgen.

Er überlebte sogar das Krematoriumkommando in Auschwitz...

aber ... um welchen Preis! Er fühlt sich überall von Spionen umgeben und hat dabei doch mit zunehmendem Alter nur einen Wunsch: erkannt zu werden und über seine Situation zu reden..
Seine Selbstwahrnehmung als Außenseiter änderte sich auch in der " Freiheit" nicht.

Ich las mich so in diese spannende fiktionale Lebensbeichte ein, dass ich kaum ansprechbar war. Tisma ist - sogar in Übersetzung - ein Autor, der mich an meine frühe Leidenschaft für den Existenzialismus erinnert.


Hier eine kurze Leseprobe:


Er hätte einiges mit ihm zu bereden gehabt.Aber jedes Gespräch wäre schon bald nach dem Bericht über einige wenige Ereignisse in Klagen ausgeartet, in eine Aufzählung von Verlusten," meine Mama","meine Schwestern" , "mein Bruder" . Lamian fühlte es,er sah es diesem zerstörten Gesicht an, einem Gesicht ohne inneres Gruppenbild, ohne Angehörige, und er sah es in seiner Vorstellung jenem wüsten Zimmer an, aus dem der Neue hergekommen war und in das er ihn am Ende auch mitnehmen würde, um ihm alte Briefe zu zeigen, alte,bei der Rückkehr aus dem Lager zufällig in der einstigen Nachbarschaft gefundene Fotos, und Lamian müsste sie anschauen und sich Erklärungen anhören wie "Das war unser haus",Das sind wir Kinder im Garten", und er müsste seine Wut zügeln,deren Stachel er jetzt schon im Magen spürte..."



Lamian ist als Protagonist ein " Ekel" -- er weiß das, wir wissen das nach dem Lesen des Romans auch ..


aber, wir verstehen auch, warum er eines ist und das macht mitleidig .....

Dienstag, 3. November 2009

Zu den Freuden des Alters gehört auch,

dass die Geschenke unserer Lieben irgendwie verwertbarer- aktuell verwertbarer - werden.

hier konsumierten wir eines - ein Wellnesswochenende im Panhans ....





wer die ungeheuer geistreichen Unterschriften lesen will *lach*, muss auf Textsymbol- links unten - drücken

Freitag, 30. Oktober 2009

mal was ganz was anderes ---

ein sehr witziger Forenfreund --- Ss .... ein unbedingter Spötter, sandte mir liebe Grüße zum Nationalfeiertag



ich will sie Euch nicht vorenthalten - seine Erlaubnis habe ich ...



äh: Ironie ist eine Haltung der Vorsicht, einem/etwas Gewünschten gegenüber

denn wir kennen allzu genau den Unterschied zwischen Ideal und Wirklichkeit
zwischen Heimatliebe und Patriotmerkantilismus

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Wortspielerei

Lang` zu !

Hier ! Trauben des
Weinstocks Leben.
Lang`zu !
Sie sind zulänglich.
Unzulänglich sind immer
nur wir -
die Zulangenden.


mg

Samstag, 17. Oktober 2009

alle meine Hektik - mentale und

reale - verdeckt einen Vorgang, den ein Gerontopsychologe ( jibt et so wat? ) als intrapersonelle Veränderung zur Annahme des Alters bezeichnen könnte.

Die fast beendeten Übersiedlungen geben mir das Gefühl, noch Sinnvolles zu tun und somit lebendig zu sein.
Die vielen - durchaus körperlich anstregendenden - Tätigkeiten während dieser Zeit brachten mich oft an den Rand der Erschöpfung.


Es wird besser werden - ich stelle mir meine Zukunft als fröhlich-besinnliche Greisin jenseits des Hormondiktats gut vor --- mit Euch als virtuelle und meinen Lebensmenschen als reale Partner.
Uralt werde ich mich wohl erst fühlen, wenn ich kein Interesse am Menschen - an Kommunikation haben werde.


Das, was mein Blut in Wallung brachte --- Politik im weitesten Sinne - habe ich " zu BLOG" gebracht.


Lieber Jossele: ich freue mich schon auf die Muße, um wieder in Deinem BLOG Anregungen zum Denken, Schauen und Mitfühlen zu finden.
Arme gestresste ÖWK .... muss wieder nachlesen, was Du uns so an Aufgaben stellst, welche Kätzchenneuigkeiten zu lesen sind.

Ich freue mich schon.


Eure Nante

Samstag, 10. Oktober 2009

Prinzip Hoffnung

Antwort: Prinzip Hoffnung

wurde mit dem einzig möglichen Preis " belohnt" .

Yes, we can!
- ein wenig mehr strukturelle Gerechtigkeit erreichen wollen alle Menschen guten Willens.
Auf dass diese immer mehr werden !


Obama ist mächtige Mann, der nicht nur seinen Landsleuten diese Hoffnung plausibler macht.

Ich freue mich über diese Verleihung.Manchmal müssen auch sehr notwendige Ideen verbreitet werden.


FRIEDEN ist die NOTWENDIGSTE Ideal- Forderung --- nicht nur in unserer Zeit.

Dienstag, 15. September 2009

I kenn mi net aus ...... mit dem Fremdenrechtspaket unserer Koalition

Quelle: http://derstandard.at/?url=/plink/1252771320648/14103678


Ich sehe in den Maßnahmen in Bezug auf Konkretisierung ( Verschärfung ?) des Fremdenrechts vor allem einen politisch notwendigen Balanceakt der SPÖ/ÖVP, um bei den kommenden Wahlen ( OÖ-Landtagswahlen nächsten Monat, z.B.) irgendwie der Strache-FPÖ Paroli zu bieten. Die Angst vor Stimmenverlust schleicht in beiden ehemaligen Großparteien um, wie ein brüllender Löwe . Is n Sprichwort, kein Vergleich mit H.C. .

ABER:

folgende Punkte, die ab 2010 in Kraft treten werden, lassen doch einige Befürchtungen zu.

Dieses( Paket) enthält unter anderem eine Ausweitung der Schubhaft-Möglichkeiten. Ferner soll so genannten Folgeanträgen Einhalt geboten und damit die Verfahren verkürzt werden. Schließlich wird es noch die Möglichkeit geben, DNA-Analysen zur Feststellung von Familienbeziehungen sowie radiologische Untersuchungen zur Altersfeststellung zu machen.



Schubhaft? Wenn ausgeweitet, dann unter besseren humanen/sozialen Bedingungen !

Wo wird die Grenze der noch möglichen Folgeanträge liegen ? Wer entscheidet, ob ein Folgeantrag NUR der Verlängerung des Aufenthaltes des abgewiesenen Asylwerbers/der Asylwerberin dient?
Wird die Kosten-Nutzenrechnung ( DNA-Analyse, radiologische Untersuchungen) wirklich " aufgehen "?


Irgendwie habe ich das Gefühl, dass hier wieder alle Asylwerber in einen Topf geworfen werden , auch wenn Fekter immer wieder betont, dass diese Maßnahmen vor allem dazu dienen, den WIRKLICH politischen Asylwerbern ein besseres Gefühlsentrèe bei uns zu ermöglichen.


WO liegen die Grenzen und wer erkennt i m me r den UNTERSCHIED zwischen Wirtschaftsflüchtling und politischem Flüchtling ? Strukturelle Gewalt erleiden alle, die zu uns flüchten. Auch Armut ist weder gerecht noch gottgewollt.

Montag, 14. September 2009

Warschau ---eine Stadt des polnischen Selbstverständnisses

Impressionen


in der Marszalewska .... donnerndes Großstadtzentrum (Hotelunterkunft - in statu renovandi





Frederic Chopin - DER Pole in der Musik
im Łazienki-Park - der größte und prominenteste in Warschau





"unser deutsch/österreichischer" Beitrag zur polnischen Geschichte







so sah Canaletto im 18. Jahrhundert die Prachtstraße Warschaus






so ich



die pP = polnischsten Patrioten ( so benutzt in der nationalistischen Selbstdarstellung) Jan Pawel Woytila und Johan Sobieski








Beiden ist es gelungen, die christlichen Werte nachhaltigst im europäischen Gedächtnis zu betonieren ....

Und solange der orthodoxe Katholizismus den Polen ein Bedürfnis ist, dürfen sie - von Zweifel völlig unbeleckt - ihre Nationalhymne singen..

NOCH IST POLEN NICHT VERLOREN

Montag, 31. August 2009

Step By Step




Nun endlich erreiche ich
die Gleichgültigkeit.
In
diesem erwartungsvollen Morgennebel
erfühle ich Platz
für neue Leidenschaften.

Ich muss nur Mnemosyne meiden,
die unerbittliche Muse
der Erinnerung,
will ich den Nebel teilen.





an meine eigenen Morgennebelfotos komme ich augenblicklich nicht heran.: deshalb..
Googl-Bild macht`s möglich
http://www.maerkische-naturfotos.de/unteres_odertal/fotos/morgennebel_06.jpg

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sieht das schön...
ich hoffe, du hattest ein erholsames wellness-wochenende!...
SehnsuchtistmeineFarbe - 6. Nov, 18:55
Die Blätter
mit dem Reirauf;-) gefallen mir am besten. Wie schön,...
felshuette (Gast) - 5. Nov, 20:50
ja,creature ...
dass es der Menschheit -- ich will nicht sagen jedem...
Nante - 5. Nov, 09:17
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creature - 4. Nov, 21:11
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mit großer Erschütterung las ich jetzt den...
Nante - 4. Nov, 20:05
super
Fotos ! Und ich hielt bis dato nur " unserer Nordkette"...
Ulla (Gast) - 4. Nov, 12:30
Zu den Freuden des Alters...
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Nante - 3. Nov, 15:51
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Na ja, wenn schon das Nationale feiern, dann so!
Jossele - 2. Nov, 18:25

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